Der Sandkasten

 
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Heute möchte ich euch zeigen, wie ein Sandkasten mit integriertem Deckel und Sitzbank entsteht.

Als Ausgangsmaterial verwende ich Bodendielen aus Douglasie. Diese sind kostengünstig und versprechen bei entsprechender Behandlung auch einen guten Witterungsschutz.

Der Sandkasten wird am Ende 1m breit, 1,6m lang und ca. 0,3m hoch sein. Die Bodendielen gibt es im Baumarkt in den Maßen 2m mal 9,5cm. Zusätzlich braucht ihr noch eine Bohle für die Eckpfosten. Der angebotene Dielen-Unterbau eignet sich hierfür sehr gut.

Also ran an die Säge...

6 Dielen werden halbiert und liefern die kurzen Seitenwände. Weiter 6 Dielen werden auf 1,6m Länge gebracht. Die Reststücken werden später als Stütze für die Rückenlehne verwendet. 9 Dielen werden für Deckel und Sitzbank halbiert. Außerdem braucht ihr noch 3 weitere Dielen für die Querverbindungen.

 

sandkasten sandkasten

 

Die 2m Unterbau-Bohle säge ich in 4 gleichlange Stücke und spitze diese zusätzlich an. Circa 30cm davon tragen die Seitenwände und die Restlichen verschwinden im Boden. Das ist wichtig, damit der Sand später nicht den Kasten nach oben drückt. Hier kommen schließlich 400kg Sand rein, die in alle Richtungen drücken. Ohne das diese Kraft mit den versenkten Eckpfeilern in den Boden abgeleitet wird, würde der Kasten irgendwann abheben.

Jetzt können wir den Kasten verschrauben. Für die Ecken kommen 5x50 Schrauben zum Einsatz, für alles weitere 4,5x35.

 

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Die langen Seitenwände erhalten zusätzlich je 2 Querverbindungen, damit die einzelnen Dielen sich nicht verschieben können.

Der Kasten bekommt jetzt schon 3 Dielen an jedem Ende als Deckel. Diese erhalten an der Unterseite auch je 2 Querverbindungen. Neben der Stabilität sind diese später für die Aufnahme der Scharniere wichtig, da die Dielen nur ca. 2cm stark sind. Ihr könnten hier zwar auch einfach mit kürzeren Schrauben arbeiten, aber das wird zu Lasten der Langlebigkeit gehen.

 

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Ich verwende 4 große Scharniere für die Öffnung des Deckels und 4 kleinere Scharniere für die abknickende Rückenlehne. Eine Rückenlehne wird bei mir mit 3 Dielen und die andere mit 2 Dielen zusammengesetzt, was einfach den Abmessungen geschuldet ist. Je 3 Dielen bilden eine Sitzfläche, welche beim Aufklappen auf den 3 bereits am Kasten abgebrachten Dielen aufliegen.

Alle Elemente werden jetzt mit Querverbindungen zusammengebracht und mit den Scharnieren verbunden. Die Scharniere für die Rückenlehne befinden sich später bei geschlossenem Deckel im Kasten.

 

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Je zwei Reststücke von den langen Seiten kommen auf den Deckel und werden nur mit der Rückenlehne verschraubt. Diese stützen die Lehne im aufgeklappten Zustand und erleichtern auch das Öffnen, da die kleinen Scharniere damit erst ab 90 Grad einknicken.

 

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Jetzt kommen noch zwei kleine Holzklötze auf die untere Innenseite der Rücklehne, welche später als Kippschutz dienen und eine kleine Längsleiste verschließt den Spalt zwischen Sitzfläche und Rücklehne. Später wird die Sitzfläche bestimmt auch als Tisch für die geformten Kuchen genutzt und diese Leiste soll den Sand möglichst im Kasten halten.

Das gesamte Holz muss noch mit Wetterschutz behandelt werden. Hier verwende ich Holzöl für Hartholzböden in einer wässrigen Lösung. Das gibt es fertig im Baumarkt und kann auch im Farbton angepasst werden. Nun noch zwei hübsche Griffe für das leichte Öffnen und fertig.

Vor dem Füllen mit jeder Menge Sand solltet ihr noch ein Gartenvlies auslegen, damit der Kasten nicht irgendwann zum Beet wird.

 

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Viel Spaß damit!

 

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