Kilians Adventskalender

 
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Kaufen kann jeder – selber bauen ist angesagt und das geht so.


Der Adventskalender soll ein fahrbarer Lastwagen aus dem frühen 20. Jahrhundert werden. Die einzelnen Tage sind dabei als Schubfächer eines Kühlwagens konzipiert. Alles was ihr dafür braucht bekommt ihr im Baumarkt oder im Elektronikgeschäft oder im Internet. Das benötigte Werkzeug ist etwas umfangreicher. Stichsäge, Gehrungssäge, Akkubohrer, Schraubzwingen und Lötkolben solltet ihr zur Hand haben. Außerdem braucht ihr Schleifpapier oder eine Schleifmaschine, um das Ganze noch kindertauglich zu bekommen.

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Legen wir los.

Die Schubfächer sind auf 6 mm Sperrholz. Ich bevorzuge Buche, da das wenige splittert als z.B. Pappel. 24 Schubfächer sind nicht gerade wenig, weshalb die Herstellung etwas optimiert werden sollte. Ich habe lange Leisten der Breite 4,5 cm für die Seiten und 5,5 cm für den Boden zugesägt. Diese verleime ich zu langen Rinnen. Dabei helfen kleine Heftnägel bei der Ausrichtung, die ich später wieder entferne. Als nächstes säge ich 10 cm lange Stücke mit der Gehrungssäge ab. Weitere Leisten der Breite 5,5 cm sollen meine Rückseite werden und für die Front brauche ich Leisten der Breite 6,5 cm, damit ich später einen überstehenden Rand habe und die Schubfächer nicht in den Lastwagen rutschen können.

 

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Für die Griffe bohre ich in kleine Holzkugeln Vertiefungen für 6er Holzdübel, welche dann in eine Bohrung auf der Front gesteckt werden. Jetzt noch lackieren und verleimen und dieser Teil ist fertig.
Die Zahlen könnt ihr per Hand oder mittels Schablone aufbringen. Ich habe zusätzlich noch auf der Rückseite einen Neodym Magneten angebracht, welcher später das Schubfach an Ort und Stelle halten soll.

 

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Die Karosserie des Wagens muss etwas stabiler werden. Hier greife ich auf 9 mm Sperrholz zurück. Vor allem die Seiten mit den Einschüben sind recht aufwendig zu sägen. Wenn ihr hier nicht sauber arbeitet, passen die Schubfächer später nicht hinein oder decken die Öffnung nicht komplett ab. Letzteres wäre wegen der Innenraumbeleuchtung sehr schade. In die Zwischenböden säge ich längliche Öffnungen, damit die Beleuchtung sich gut im Innenraum verteilen kann. Die Zwischenböden werden später übrigens nicht geleimt, sondern nur per Holzdübel gesteckt. Auf jeden Zwischenboden und der Grundplatte kommen noch Leisten, welche das Gegenstück für die Magneten tragen. Einfach Reiszwecken genügen hier völlig, da die Neodym sehr kräftig sind. Hier müsst ihr ggf. noch mit der Höhe variieren, damit die Schubfächer abschließen und gleichzeitig der Magnet greifen kann.

 

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Das Fahrwerk besteht aus einer 2 cm starke Kieferlatte, an die ich die quadratischen Buchenstäbe als Achsen anleime. Vorn und Hinten kommt noch ein 1 cm Buchenstab als Stoßstange dran.
Die Grundplatte des Kastens leime ich mit Holzdübeln auf das Fahrwerk. Zur Sicherheit habe ich dennoch zwei Holzschrauben verwendet (die einzigen im ganzen Lastwagen), da die Verbindung an dieser Stelle die größten Kräfte aufnehmen muss.

 

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Jetzt den Kasten noch mit 6 mm Holzdübeln verleimen. Ich habe die Dübel nur mit halber Länge verwendet, was völlig ausreichend ist. Damit der Kasten formstabil ist, habe ich die Seitenteilen an der vorderen Platte seitlich angebracht und die Rückplatte von hinten auf die Seitenteile geleimt. Dadurch ist der Kasten unempfindlich gegenüber Scherkräften. Für ein sauberes Verleimen empfehle ich dennoch eine Winkelschraubzwinge.

 

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Als besonderen Blickfang habe ich einen beleuchteten Weihnachtsbaum auf die Rückseite gebracht. Für die Beleuchtung nehme ich bedrahtete LEDs mit gekrümmter Bauform in verschieden Farben, welche ich auf kleine Leiterplatten löte und durch Bohrlöcher stecke. Hier nehme ich doch noch mal ein paar kleine Schrauben, um die Leiterplatten zu fixieren. In gleicher Weise realisiere ich die blaue Innenraumbeleuchtung.

 

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Jetzt kommen noch das Führerhaus und der Motorraum, wo mein Batteriefach mit Schalter reinkommt. Ich verwende einen 9V Block als Spannungsquelle. In das Führerhaus kommt noch eine LED in einen Zwischenboden für den Innenraum und ein Lenkrad. Das Führerhaus besteht aus Rückseite und Front, wo ich die Frontscheibe aussäge. Zwei Türen und das Dach ergeben dann das fertige Haus. Der Motorraum bekommt als Blickfang noch eine spitzzulaufende Form, was mit einer Gehrungssäge leicht zu realisieren ist.

 

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Der Kühlergrill trägt außerdem noch die Scheinwerfer. Hier nehme ich zwei Halbkugeln. Eine mittige konische Bohrung trägt die LEDs und eine versetzte Vertiefung für einen 6 mm Holzdübel stellt die Verbindung zum Kühlergrill her. Die LEDs ziehe ich dabei einfach Rückwärts durch die Bohrung, wo ich vorher Heizkleber eingespritzt habe. Kurz ausrichten und abkühlen lassen und schon ist der Scheinwerfer fertig.

 

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Der Deckel des Motorraums erhält zwei keilförmige Leisten für eine schicke Form und wird mit einem Schatullen-Scharnier am Kühlergrill befestigt. Ein weiterer Magnet in der Front des Führerhauses fixiert die Motorhaube.

 

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Was ist schon ein Oldtimer ohne formschöne Kotflügel?
Ich säge hierfür aus einer 3 cm Kieferlatte einen Halbkreis und aus diesem mittels Lochsäge den Innenkreis aus. Jetzt noch schön in Form schleifen und seitlich zwei 9 mm Holzdübel ein leimen. Diese kommen dann in die vorbereiteten Löcher im Motorraum. Diese solltet ihr erst ganz zuletzt bohren, damit die Kotflügel sauber zum Rad ausgerichtet sind.

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Ein paar fehlende Details könnt ihr bestimmt noch den Bildern entnehmen.

 

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Viel Spaß dabei!

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